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Mittwoch, Februar 09, 2011

noch liegt ein stilles warten

Helléborus  níger      " Christrose "

noch liegt ein stilles warten
auf strauch und baum im garten
doch zaghaft schaut durch's eis
die christ-rose in weiß

Dienstag, Februar 08, 2011

der poncho aus regenfäden ...


der poncho aus regenfäden
zerfällt
im pampaswind der nacht

Sonntag, Februar 06, 2011

apfelblüten


blüten so weiß wie der schnee

mit einem hauch von morgenröte

Samstag, Februar 05, 2011

in nächten von farblosen träumen

Email - Keramik  : digitalis-fingerhut     

in nächten von farblosen träumen
durchwandel ich diese mit schmerz
ich trage sie auf meinen armen
und drücke sie sanft an mein herz

vor'm dämmern des frühen tages
da färb' ich sie wunderbar
ich hänge sie zu meinen träumen
schon mehr als ein ganzes jahr

Mittwoch, Februar 02, 2011

dunkel – wintereinsamkeit

Foto :  Freunde aus Sayda - Osterzgebirge

auf den wiesen weiß beschneit
hocken schwarze raben
und ihr krächzen hört man weit :
wenn der wind darüber weht

auf dem hügel liegt der wald
dunkel – wintereinsamkeit
spuren führen weiß und kalt :
tief hinab ins weite tal

auf den dächern weiß beschneit
fallen spärlich sonnenstrahlen
vogelsang kommt erst zurück :
wenn der warme lenzwind weht

Montag, Januar 31, 2011

wir wollten den garten eden

                                     Insel im fernen Süden                               

wir haben dem fernen horizont
die schönsten farben gegeben
in worten – in liedern – in aquarell
wir wollten den garten eden

Sonntag, Januar 30, 2011

tod der freiheit

        Demonstration gegen Unfreiheit           

blutgeruch am zeigefinger
und im kopf die marschmusik

dekorierte generäle gieren
nach dem tod der freiheit

Montag, Januar 24, 2011

wenn du meine schwalbe siehst ...



wenn du fliegst zum süden hin
such' mir meine schwalbe
frag' sie wann sie wieder kehrt :
denn ich wart' schon lange

wenn du meine schwalbe siehst
schenk ihr einen gruß von mir
sage ihr : der winter flieht
bald schon grünt mein garten

wenn du sie nicht finden kannst
bring' ein kleines zweiglein mit
darauf sie vielleicht geruht :
für den flug nach norden hin

Sonntag, Januar 23, 2011

der blasse himmel heute

            Catálpa bignonioídes  " Trompetenbaum im winter "         

der blasse himmel heute
der über meinem garten hängt
und ohne blau - und vogelflug
stimmt mich arg melancholisch

Freitag, Januar 21, 2011

da wußten beide :

Hinterglas                    Foto :  tronje

ihre hände berührten sich
da wußten beide :
es gab kein entrinnen

Mittwoch, Januar 19, 2011

im winter blühen keine aprikosen


 im winter blühen keine aprikosen
und viele wasser werden dann zu eis
und morgens liegt noch schnee auf letzten rosen
und diese rosen sind vom schnee ganz weiß

in jedem jahr blüh'n wieder aprikosen
ich lieg' darunter träum' im frühlingswind
und manchmal blühen schon die ersten rosen
und manchmal weint auch irgendwo ein kind

im winter blühen keine aprikosen
die meisten sommer fliegen schnell dahin
in jedem jahr blüh'n wieder rote rosen
doch manche liebe kommt - und geht dahin

Montag, Januar 17, 2011

ich atme das meer

Im hafen am Abend bei Porto - 1968


das meer - die wogen
die möwen im wind

die steine - die brandung
im sand spielt ein kind

der himmel - die wolken
ein segler sehr weit

ich atme das meer :
mein herz ist befreit …

Samstag, Januar 15, 2011

der abschiedskuß war wermut für die seele

           In jungen Jahren  -  mit Concertina            

das abendrot
trank ich im dunk'len wein
der morgentau
das war mein kühler sekt

die nacht mit dir
war balsam für mein herz
der abschiedskuß
war wermut für die seele

Mittwoch, Januar 12, 2011

schweigend vieles sagen



wir könnten einmal wieder
uns schweigend vieles sagen
und hand in hand :
durch blumengärten geh'n

wir könnten einmal wieder
mit träume – die wir haben
so hand in hand :
den sternenhimmel seh'n

wir könnten einmal wieder
uns liebesschwüre sagen
und hand in hand :
einfach nach hause geh'n

Sonntag, Januar 09, 2011

das jahr flog schnell vorbei


das jahr flog schnell vorbei


und schenkte mir kein lächeln

Freitag, Januar 07, 2011

in mir weint die seele


in mir weint die seele
krampft herz mir mit pein
ach – wenn sie nur käme !
sie läßt es wohl sein !

Mittwoch, Januar 05, 2011

eisblumen am fenster


eisblumen am fenster 

schneeflocken im wind

ich stehe am fenster

bin wieder ein kind

Samstag, Januar 01, 2011

silvester – wie immer …

Hand - Majolika 19. Jh                Foto :  tronje 

der rote wein ist temperiert
die tafel fein gedeckt
die kerzen angesteckt
die welt – da draußen friert

gestimmt hab' ich die saiten
es tönt der gong im flur
ich greif' die partitur
wir haben gute zeiten

am letzten tag – im alten jahr
das ist schon lange so
der vogel "traurigfroh"
das ist ist mein freund - fürwahr !

wir kennen manche lieder
und singen im duett
ich krieche in mein bett
"traumvogel" fliegt dann wieder ...

Freitag, Dezember 31, 2010

im nachtschatten des trunkenen mondes



im nachtschatten
des trunkenen mondes
taumel ich
in die stille
der
morgendämmerung

Donnerstag, Dezember 30, 2010

zerrissen hab' ich meine träume


zerrissen hab' ich meine träume
unlängst an einem feiertag
ich wußte doch schon längst
es wird nie werden …
der wind :
blies kalt in's herz der bäume

Dienstag, Dezember 28, 2010

die wintersonnenblume blüht


die wintersonnenblume blüht
bei mir und welket nicht

sie ist aus ton - email - gebrannt
und leuchtet blau im licht

Montag, Dezember 27, 2010

Araucária araucána

  
 Foto 1994 in Herentals / Belgien 

Araucária araucána - Heimat  :  Chile       

ich habe die wehmut vertrieben
und suche im spiel der saiten
den klang jener erinnerung
zu finden den mir der wind
der chilenischen anden
  einst im traum flüsterte …

Samstag, Dezember 25, 2010

nach mitternacht - da ist ein schnee gefallen


nach mitternacht - da ist ein schnee gefallen
auf meinen großen wunderbaum
die gnomen und die elfen werfen ballen
von schnee in meinem wintertraum

am feuer wärmt sich still das kleine kind
die schwefelhölzchen sieht man kaum
weit hinter'm wald - da weht ein kalter wind
in meinem wintermärchentraum

nach mitternacht - da ist ein schnee gefallen
auf meinen großen wunderbaum
nun werfen alle mit den ballen
von schnee in meinem wintertraum

Mittwoch, Dezember 22, 2010

die zweige braun wie zimt


die zweige braun wie zimt
 umschlungen – wie zum tanz :
die blätter weggeweht

im weißen schnee der nacht
zieht eine vogelspur :
der weg führt hin zum wald

die wintersonne hängt
kaum über wald und berg :
kein vogel singt sein lied

umschlungen wie zum tanz
mit schnee der nacht verziehrt :
das ist mein essigbaum

Montag, Dezember 20, 2010

sommerklee & winterschnee



sommerklee - sommerklee
scheiden tut weh
vor meinem fenster
wo ich ja wohn'
blühen auch rade
warte und mohn

winterschnee - winterschnee
bin nun allein
an meinem fenster
blüh'n blumen aus eis
ich ruf deinen namen
innig doch leis'

Samstag, Dezember 18, 2010

nachts – wenn der eismond ...


nachts – wenn der eismond
über die verschneiten tannen schwebt …
steige ich in den unergründlichen see
der verlorenen träume :
auf der suche nach erinnerungen
meiner verlorenen liebe

und dann – ja nur dann
wenn ich welche finde :
werde ich vor sonnenaufgang
meine verlorenen träume
wieder zusammenlegen und im garten
unter den schneebeeren verstecken

nachts – wenn der eismond
über die verschneiten tannen schwebt …

Freitag, Dezember 17, 2010

laublos – graziös


 weiden im winter
laublos – graziös
zweige zittern im wind

der see – gefroren
der himmel – eisblau
das schilfrohr bebt im wind

weiden im winter
von schnee ganz weiß
raben - schwarz - im wind

Sonntag, Dezember 12, 2010

ein stuhl im schnee


im park wo sommergrüne bäume
mich grüßen beim spazieren geh'n
wo waldesstille mich umgibt
und ab und zu ein vogel singt
da sitze ich auf einem stuhl
der lange zeit vergessen steht
und hänge meinen träumen nach

nun liegt im park ein tiefer schnee
der wind fegt durch das bäumenmeer
die waldesstille klingt so fremd
der tritt im schnee knirscht kalt und
festgefroren – schneebepackt- der stuhl
der lange zeit vergessen steht
und heute keine träume sieht

Freitag, Dezember 10, 2010

in unserer welt - da gibt es viel zu weinen


in unserer welt
da gibt es viel zu weinen :

da wo der hunger
bester freund
und durst
sein bruder ist

da wo die kälte
keine wärme
und hitze keine
kühlung kennt

da wo die stimmen
lautlos klagen
und lieder
längst vergessen sind

da wo sich wunden
offenbaren
und tote
werden nur verscharrt

in unserer welt
da gibt es viel zu weinen …

Mittwoch, Dezember 08, 2010

die letzte rosenblüte fiel ...


die letzte rosenblüte fiel
in kalter nacht
vom frost zerrissen

sie lag im weichen schnee
und weinte sacht :
ich wärmte sie mit küssen

Montag, Dezember 06, 2010

winter in der "serra da estrela "

                      Serra da Estrela - Portugal                  

im sternengebirge
auf dem weg nach manteigas ...

bei den blumenmatten
die viel steine hatten
kam ich müd' und freudig an
blieb ein wenig hocken
fielen erste flocken
und ich eilte schnell ins tal

bei den blumenmatten
die viel steine hatten
pflückte ich mir thymian
sah die sonne sinken
und die sterne blinken
ach – wie man sich freuen kann !

Freitag, Dezember 03, 2010

" backapfel rustikal "


//
( einfacher backapfel )
" backapfel rustikal "
mit  einem  boskopapfel 
dazu   ein   wenig  zimt  und 
zucker - rosinen - etwas butter
und   oben   drauf   ein   wenig  
rum * rum * rum * rum * rum
so schmeckt der boskopapfel 
als
"  backapfel  rustikal   "
!!!!!!!
!!!

Donnerstag, Dezember 02, 2010

dezemberwinter


dezemberwinter
wie tief die sonne
heute steht

im süden blühen nun
die ersten
gänseblümchen

ich habe zeit
und
denke gerade daran

Mittwoch, Dezember 01, 2010

eichhörnchen


kein blatt hängt mehr an buchen d'ran
der winter schleicht sich still heran
eichhörnchen sammelt was es kann
verschwindet schnell in dunkler tann

Dienstag, November 30, 2010

irgendwo – bei zanzibar


hab' den zauberspruch vergessen
als ich nachts 'ne schwalbe war
wäre nun im warmen süden
irgendwo bei zanzibar

Montag, November 29, 2010

wollt' reife schlehen pflücken gehen


wollt' reife schlehen pflücken gehen
auf dem berg - wo kalte winde wehen
und ich kam vor meiner liebsten haus
als sie schaut zum fenster raus

"willst du mit mir zu den schlehen gehen
auf den berg - wo kalte winde wehen ? "

"doch wir müssen bleiben auf der hut
meine mutter find's nicht gut !"

haben keine schlehen heut' gesehen
auf dem berg - wo kalte winde wehen
als wir kamen aus dem walde 'raus :
ihre mutter stand vor'm haus

wir wollten schlehen pflücken gehen
auf dem berg - wo kalte winde wehen
doch der wind vom berg war uns zu kalt
warmer war's im dunklen wald

Sonntag, November 28, 2010

die sonne – der regen – der wind und die zeit


die sonne – der regen – der wind und die zeit
die formten die steine – die ich einstmals fand

und schweben die träume mir nachts zu weit
dann reden die steine in meiner hand

die sonne – der regen – der wind und die zeit
die färbten die steine – aus fernem land

Samstag, November 27, 2010

schneeflöckchen


schneeflöckchen
schneeflöckchen
flieg durch die nacht
zu meinem fenster
da wo ich wart'

schneeflöckchen
schneeflöckchen
tanze im wind
bringst so viel freude
wo kinder sind
schneeflöckchen
schneeflöckchen
flieg hin zu mir :
ich stehe am fenster
und danke dir

schneeflöckchen
schneeflöckchen
flieg durch die nacht
bringst mir den winter
so weiß und sacht

Freitag, November 26, 2010

inmitten der nacht in der provence

              bei Lioux - Provence              

das dorf lag im dunkel der nacht
ein fenster war geöffnet
und warf licht auf den weg

ich atmete den geruch
frisch gebackenen brotes ein

plötzlich hatte ich hunger

eine hand - mehlverstaubt
reichte mir ein weißbrot
in die nacht hinaus

es war der bäcker

ich dankte ihm
und wir lachten beide

ein herrliches gefühl :
inmitten der nacht
in der provence

Montag, November 22, 2010

du bist gegangen


du bist gegangen
am abend wird es regnen
ich lese ein buch

Samstag, November 20, 2010

die kalten steine der ostsee



wenn der wind am abend
mit den wellen spielt
singen steine ihre lieder
die sehr alt und seltsam sind

und im mondlicht trügen farben
irgendwo ein vogelschrei
fische schwimmen durch das singen
steine schlafen keine nacht

wenn der mond auf wolken reitet
und die fischer sind zurück
wandel träumend ich am strande
wellen küssen kalte steine

Freitag, November 19, 2010

der sommer färbte mir die blüte



der sommer färbte mir die blüte
doch die verging in kalter nacht

der herbst bedachte sich in güte
hat mir ein buntes blatt gemacht

Mittwoch, November 17, 2010

es ist die zeit ...


 es ist die zeit
da chrysanthemen blüh'n

es ist die zeit
da vögel südwärts zieh'n

es ist die zeit
da winde stärker weh'n

es ist die zeit
da viele kinder steh'n
am berg mit ihrem drachen

die steigen
und - sie - lachen

Montag, November 15, 2010

es liegt ein reif auf wald und flur

            bei Fagernes - Norwegen         

es liegt ein reif auf wald und flur
schnell färbt der herbst in der natur
die blätter – die von bäumen fallen -
durch's dunkle wasser ziehen rallen

Sonntag, November 14, 2010

Gedenken an Bassano 1944


in den bergen bei bassano
weinen blumen blütentränen
dort wo einst die toten lagen
die ermordet und erschlagen

in den bergen bei bassano
singt der uhu nachts das lied der toten
bergwind weht durch wald und ginster
mütter werden immer klagen

in den bergen bei bassano
weinen blumen blütentränen
dort wo einst die liebe nachts
ihren ersten kuß gefunden

in den bergen bei bassano
heult der wolf die trauerlieder
regen fällt auf das vergessen
frauen werden immer klagen

in den bergen bei bassano
weinen blumen blütentränen
dort wo einst die toten lagen
die ermordet und erschlagen

Samstag, November 13, 2010

die letzte rose


die letzte rose
sah ich blüh'n
im garten
wo die stille ruht
sie war so weiß wie
winterschnee
mit einem
kleinen tropfen blut

Dienstag, November 09, 2010

zeichen der zeit

Dubrovnik - Brunnen - 1959

parfümierte allerleigespräche

transparente versteckspiele

desinteressierte neugierde

verschleierter egoismus

freizeitgeplagter zwangsarbeitsloser

lachendes weinen
unter sozialem flickenteppich

Sonntag, November 07, 2010

auf die wogen möcht' ich legen ...


auf die wogen möcht' ich legen
meine kleinen träume – morgen
hoffend daß der wind den regen
fort bläst und auch meine sorgen
weit bis hinter'n horizont

Samstag, November 06, 2010

ein grünes pferd


nach mitternacht
da kam ein traum geschwebet

ein grünes pferd
hab' ich mir so gewebet

Donnerstag, November 04, 2010

mein herz fühlt sich zerrissen


mein herz fühlt sich zerrissen
wie ein blatt im kalten wind

wohin soll ich mich wenden ?
jeder tag ist mir ein jahr
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